Saasen (msb) Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Saal der Gaststätte „Zur Traube“ konnte 1. Vorsitzender Michael Nachtigall 46 der 233 Mitglieder begrüßen. Im Mittelpunkt des Abends standen die Berichte von Schriftführer René Stark, Jugendfeuerwehrwart Jan Weber, Minifeuerwehrbetreuerin Sina Jaschiniok, Wehrführer Torsten Neu, Grußworte von Bürgermeister Holger Sehrt, Gemeindebrandinspektor (GBI) und 2. Vereinsvorsitzender Uwe Seng, sowie Beförderungen und Ehrungen.
Für treue und pflichtbewusste Mitgliedschaft und in dankbarer Anerkennung der Verdienste um den Verein wurden mit einer Urkunde geehrt: Otto Becker (40 Jahre), Peter Zinkann (25). Nicht anwesend sein konnte Heinrich Erbes (40). Im Bereich Beförderungen erhielt aus den Händen von GBI Uwe Seng Nicola Slawa eine Ernennungsurkunde zum Feuerwehrmann, Etienne – Maurice Fängler wurde in den aktiven Dienst übernommen.
Im Blick auf die Personalstatistik sind zur Zeit 22 aktive Feuerwehrleute in der Einsatzabteilung tätig. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand nicht verändert. Mit dem Abend wurde ein Mitglied der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen. Daneben sind noch drei Bertreuerinnen bei der Kindergruppe aktiv.
Im Kalenderjahr 2010 mussten die Saasener Blauröcke insgesamt 12-mal ausrücken. Von den gesamten Einsätzen entfielen zwei auf Brandeinsätze, vier technische Hilfeleistungseinsätze, einen sonstigen Einsatz und fünf Einsätze, bei denen keine Tätigkeit der Feuerwehr notwendig war. Der erste als technische Hilfeleistung klassifizierte Einsatz war eine Bereitstellung im Feuerwehrhaus aufgrund schwerer Unwetter. Es stand eine Löschgruppe einsatzbereit zur Verfügung. Eventuell benötigtes technisches Gerät wurde griffbereit gehalten. Zum Glück blieben wir in Saasen verschont. Ein weiterer Einsatz aus dem Bereich technische Hilfeleistung war ein Motorradunfall, auf der B 49. Im November wurde, wie jedes Jahr, der Martinsumzug der Kindertagestätte „Kunterbunt“ durch die Feuerwehr begleitet und abgesichert. Durch den massiven Schnellfall im Winter 2010 waren die Dächer der Sport- und Kulturhallen der Gemeinde Reiskirchen stark beansprucht. Nach Sichtung durch die Verwaltung wurde unter Einbeziehung der Leitung der Feuerwehr beschlossen, die Dächer durch Einsatz der Feuerwehren von den Schneemassen zu befreien. Die Kameraden der Feuerwehr Saasen waren erst an der Sport – und Kulturhalle tätigt, verlegten anschließend nach Lindenstruth, um das dortige Bürgerhaus vom Schnee zu befreien. Im Jahr 2011 würden bisher sieben Einsätze verzeichnet. Bedingt durch die Schneeschmelze besetzten einige Kameraden in Sassen nach dem Einsammeln der Weihnachtsbäume das Feuerwehrhaus, da im Landkreis teilweise das Telefonnetz ausfiel. Daneben wurden während der Bereitschaft die Pegelstände in Saasen kontrolliert und auch einem Saasener Anwohner Sandsäcke zur Abdichtung in Reiskirchen geholt. Mit dem weiteren Anstieg des Wassers wurde nach Rücksprache mit GBi Uwe Seng und Bürgermeister Holger Sehrt die Wieseckstraße in beide Richtungen voll gesperrt. Gegen Abend wurde die Feuerwehr Saasen voll alarmiert, um in Lindenstruth die eingesetzten Feuerwehrkräfte auszulösen. Hauptaufgabe war nunmehr die Wasserförderung und Kontrolle der Pegelstände.
Hinsichtlich Übungsdienst und Lehrgänge wurde wieder gemäß der FwDV „Ausbildung der Feuerwehren“ die vorgeschriebenen Themen, ergänzt um ortspezifische Ausbildung, in der entsprechenden Anzahl an Übungsstunden gelehrt. Theoretische und praktische Themen sind hierbei Grundtätigkeiten der Feuerwehr, Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Absturzsicherung, Fahrzeugkunde, Rechtsgrundlagen u.v.m. Weiterhin wurden wichtige Einsatz- und Gewöhnungsübungen für die Atemschutzgeräteträger und CSA-Träger sowie Alarmübungen alle Einsatzkräfte durchgeführt. Ein Highlight im vergangenen Jahr war der Kettensägelehrgang im Saasener Wald.
Anfang des Jahres wurden zusammen mit der Jugendfeuerwehr die ausgedienten Weihnachtsbäume eingesammelt. Man besuchte im März die Jahreshauptversammlung des Fördervereines, eine Woche später die der Feuerwehren der Großgemeinde Reiskirchen sowie den Kreisverbandstag in Steinbach. Im Juni führte die Einsatzabteilung einen „Tag der offenen Tür“ unter dem Motto „Brandschutzerziehung“ durch. Ihr traditionelles Kartoffelfest veranstaltete die Partnerfeuerwehr in Bründersen bei Kassel, an dem man selbstverständlich teilnahm. Das Jahr beendete die gemeinsame Weihnachtsfeier im Dezember.
Die Jugendfeuerwehr, bestehend aus sieben Floriansjünger, beschäftigte sich in den Wintermonaten mit theoretischem Unterricht, bereitete sich auf die Wettkampfsaison vor und sammelte die Weihnachtsbäume ein. Aber auch Aktionen wie Schwimmbadbesuche und die Schlittschuhfahrt nach Frankfurt/M waren für alle eine willkommene Abwechslung. Mit Gleichgesinnten aus Lindenstruth trainierte man im Mai, , bildete für die Wettkämpfe eine Mannschaft und trat beim Wieseck -Wanderpokal in Bersrod erfolgreich auf. Im Rahmen eines Aktionstages hieß das Ziel Phantasieland bei Köln. Während des Sommers konnten die Verantwortlichen im Rahmen mehrerer Übungen von Löscheinsätzen mit Wasser die Kinder begeistern. Auch ein Besuch beim Roten Kreuz in Gießen vermittelte den Feuerwehrkindern viel Wissenswertes. Das Jahr schloss mit einem DVD - Abend und der gemeinsamen Weihnachtsfeier ab. Die Betreuer nahmen an Weiterbildungen teil und Sina Jaschiniok erwarb außerdem die Jugendleiterkarte.
Zur Zeit bilden neun Kinder die Minifeuerwehr. Die Treffen finden regelmäßig jeden ersten Freitag eines Monats statt. Die momentanen Betreuer der Minifeuerwehr sind neben Sina Jaschiniok, Julia Wentland, Daniela Pfeiffer und Anne Böcher. Anfang des Jahres begann die Minifeuerwehr mit einem Erweiterungskurs „Erste Hilfe“ unter der Leitung und Unterstützung von Heidemarie und Willi Zinser aus Saasen. Mit einer Flyer - Aktion versuchte man erfolglos neue Mitglieder für die Minifeuerwehr zu werben. Im September wurde ein Aktionstag der Gemeindeminifeuerwehr veranstaltet und auf dem „Wingert“ - Sportplatz spielerisch eine Feuerwehr-Olympiade mit den Kindern durchgeführt. Als Höhepunkt führte die Feuerwehr Reiskirchen eine Fettexplosion vor. Die Feuerwehr Buseck war mit ihrer Drehleiter präsent. Im Juli übernachtete die Minifeuerwehr im Feuerwehrgerätehaus in Saasen und machte dabei eine Nachtwanderung. Auch nahm man erstmals an dem Laternenumzug der örtlichen Kindertagesstätte „ Kunterbunt“ teil. Zum Jahresabschluss gab es eine Weihnachtsfeier auf der Kegelbahn in der Sport- und Kulturhalle mit Kuchen und Geschenken. Zu Ostern lud die Feuerwehr zum alljährliche Ostereier bemalen ein. Der erstmals vom Verein ausgerichtete Bosseltag mit rund 150 Teilnehmern war ein voller Erfolg.
Der Kassenbericht von Lars Wentland beinhaltete eine fundierte Finanzlage. Zu neuen Kassenprüfern berief man Erwin Wilhelm, Klaus Hetterich, Oliver Stock.
Bürgermeister Holger Sehrt dankte allen, die für die Feuerwehr tätig sind. Der Dienst wird immer schwerer, hinzu kommt ein hohes Maß an Eigengefährdung. Es wird auch viel Arbeit geleistet die keiner sieht. Die Kommune hat ihre Pflicht erfüllt und in die Feuerwehren investiert. Gemeindebrandinspektor Uwe Seng überbracht die Grüße des Wehrführerausschusses und berichtete über die Einsätze der Wehren in der Großgemeinde.

Foto Ehrungen, Beförderung, Übernahme in den aktiven Dienst v.l.
Stellv. Wehrführer Torsten Pfeiffer, 1. Vorsitzender Michael Nachtigall, Nicola Slawa, GBI Uwe Seng, Otto Becker, Peter Zinkann, Etienne – Maurice Fängler, Wehrführer Torsten Neu, BGM Holger Sehrt